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Dr. h.c. Lothar de Maizière (Univ. Weliko Tarnowo, BG)

Dr. h.c. Lothar de Maizière (Univ. Weliko Tarnowo, BG) - Rechtsanwalt
Ministerpräsident a.D.
Bundesminister a.D.

Geboren
1940
Studium
in Berlin
Refendariat
Fremdsprachen
Englisch, Russisch

Lothar de Maizière studierte zunächst Musik (Viola) und war mehrere Jahre als ordentliches Orchestermitglied (Bratschist) in führenden Orchestern der DDR, u.a. im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tätig. Später wandte er sich der Rechtswissenschaft zu und wurde 1975 als Rechtsanwalt zugelassen. Von 1987 bis 1989 war er stellvertretender Vorsitzender des Rechtsanwaltskollegiums in Berlin-Ost und von 1986 an Vizepräses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirche in der DDR. Lothar de Maizière vertrat engagiert die Interessen seiner Mandanten insbesondere in Wirtschafts-/ Steuerstrafsachen und politischen Strafverfahren und allgemeinen Fragen des Zivilrechts der DDR. Im Zuge der politischen Veränderungen in der DDR im Jahr 1989 wurde Lothar de Maizière erstmals im Kabinett Modrow Minister und stellvertretender Ministerpräsident.

Nach der einzigen freien Volkskammerwahl der DDR im März 1990 wurde Lothar de Maizière zum Ministerpräsidenten der DDR gewählt. Ab August 1990 amtierte er zugleich als Außenminister. In diesen Funktionen trug er maßgeblich zur Deutschen Einheit bei und war einer der Unterzeichner der 2 + 4 Verträge. Nach der Wiedervereinigung war er kurzfristig unter anderem Bundesminister für besondere Aufgaben und erster stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

Lothar de Maizière ist insbesondere auf die Rechtsprobleme im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung (Vermögensrecht, Rehabilitationen) und dem Wirtschaftsrecht spezialisiert. Auf Grund seiner umfassenden Kontakte ist ein starker Focus auch auf internationale Aktivitäten, insbesondere in Osteuropa gerichtet.

Lothar de Maizière ist Mitglied verschiedener Aufsichtsräte und Beiräte, so zum Beispiel Vorsitzender der Stiftung Denkmalschutz Berlin. Er ist seit mehr als 5 Jahren Vorsitzender des Deutschen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs, einem Forum des Dialogs der Zivilgesellschaften Russlands und Deutschlands unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bundeskanzlers und des Präsidenten der Russischen Föderation.

Für seine Verdienste um die Wiedervereinigung Deutschlands und das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Rechtssysteme sowie der Anwaltschaften in Europa wurden ihm hohe Auszeichnungen und Anerkennungen zuteil, u.a. der höchste zivile Orden der russischen Föderation für ausländische Staatsbürger, die Ehrenprofessur der berühmten „GNESIN –MUSIKAKADEMIE“, die Ehrendoktorwürde der Universitäten Seoul (Korea) und Weliko Tarnovo (Bulgarien) sowie weitere in- und ausländische Ehrenzeichen.

Lothar de Maizière ist weiterhin auf dem Bereich der Kunst des Denkmalschutzes und kirchlichen Engagements tätig und steht somit voll in der Kontinuität seines beruflichen Schaffens.